"Das Projekt Aguablanca bedeutet für mich gelebte Solidarität. Schülerinnen und Schüler des Johanneum Gymnasiums in Herborn lernen, dass Lebensbedingungen weltweit sehr unterschiedlich sind, aber auch, dass sich daran etwas ändern lässt."
- Kristine Tromsdorf, stellvertretende Schulleiterin des Johanneum Gymnasiums

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Kolumbien

Kolumbien ist ein Land mit zwei Gesichtern. Viele denken mit Schrecken an den bewaffneten Konflikt in den 80/90ern. Wer das Land in den letzten Jahren bereist hat, erzählt jedoch mit glänzenden Augen von atemberaubenden Landschaften, einer vielfältigen Flora und Fauna, leckerem Essen, herzlichen Menschen und dem Wunsch, Zurückzukehren.
Auf einer Fläche, die fast dreimal so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland leben in Kolumbien jedoch nur knapp 48 Millionen Menschen. Der Großteil der Bevölkerung konzentriert sich hierbei auf die vier größten Städte des Landes. Alleine die Hauptstadt Santafé de Bogotá zählt ca. 10 Millionen Einwohner. Viele ehemalige Kleinbauern wurden im Rahmen des Bürgerkrieges vom Land vertrieben und flüchteten sich in die Städte, die auch heute stetig weiter wachsen.
Leider lässt sich hier jedoch auch deutlich die extreme Kluft zwischen Arm und Reich erkennen. Viele Vertriebene kamen ohne Besitz in die Städte und es entstanden sogenannte „Invasionen“ – ohne Baugenehmigung gebaute Hütten und Häuser, in denen die Menschen unter einfachsten Bedingungen den Alltag meistern. Obwohl sich die Situation deutlich gebessert hat, ist auch heute die Armut in vielen dieser Stadtviertel zu spüren; die Infrastruktur ist nicht so gut und die Kriminalitätsrate hoch. Viele Kolumbianer aus anderen Schichten haben aus Angst diese Gegenden noch nie betreten.