{"id":1127,"date":"2019-12-20T22:03:00","date_gmt":"2019-12-20T21:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.aguablanca-herborn.de\/?p=1127"},"modified":"2020-02-08T22:14:22","modified_gmt":"2020-02-08T21:14:22","slug":"noch-einmal-cali","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aguablanca-herborn.de\/es\/2019\/12\/20\/noch-einmal-cali\/","title":{"rendered":"Noch einmal Cali"},"content":{"rendered":"\n<p>Als ich am 9. September dieses Jahres am Flughafen von Cali ankam, konnte ich mein Gl\u00fcck kaum fassen. Ich war endlich wieder da, das erste Mal nach meinem einj\u00e4hrigen Freiwilligendienst. <br>Auf der einen Seite kam mir die Zeit in Deutschland, in der ich Kolumbien so sehr vermisst habe, ziemlich lang vor. Aber auf der anderen Seite war es, als ob ich nie\u00a0 weg gewesen w\u00e4re. Alle haben mich so herzlich empfangen wie schon im vergangenen Jahr und ich habe mich wieder direkt zuhause gef\u00fchlt. Es war sch\u00f6n, meine Freunde und alle lieb gewonnenen Menschen wiederzusehen. Ich habe jeden Tag genossen, versucht, so viel wie m\u00f6glich  zu erleben und vor allem viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen \u2013 und das ist mir auch gelungen. Ich habe wundersch\u00f6ne Wochen verbracht, die mir tolle Erinnerungen beschwert haben. Diese werden mich wohl bis zu meiner n\u00e4chsten Reise nach Cali begleiten. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben all dem Sch\u00f6nen, das ich erleben durfte, gab es aber\nauch etwas, das mich nachdenklich gemacht hat. Wie viele von Ihnen bestimmt\nschon durch die Medien mitbekommen haben, fl\u00fcchten schon seit einiger Zeit\nviele Menschen aus Venezuela nach Kolumbien. Sie hoffen dort auf ein besseres\nLeben und einen gesicherten Job. Doch das ist schwer, denn wie wir wissen, gibt\nes auch in Kolumbien unz\u00e4hlige Arbeitslose und Menschen, die trotz ihrer Arbeit\nin Armut leben. Das Problem versch\u00e4rft sich nun nat\u00fcrlich und ist leider nicht\nso schnell und einfach zu l\u00f6sen. So habe ich w\u00e4hrend meiner Reise an vielen\nOrten Venezolaner gesehen, die auf der Stra\u00dfe leben, oft zusammen mit kleinen\nKindern und einfach nur auf Hilfe hoffen. Dort, oder auch in Bussen, verkauften\nsie typtische Spezialit\u00e4ten aus ihrem Land und erz\u00e4hlten, dass sie f\u00fcr einige\nZeit nach Kolumbien gekommen sind, um wenigstens ihre Kinder ern\u00e4hren zu\nk\u00f6nnen, die sie in Venezuela lassen mussten. Wie schlecht muss es den Menschen\ndort wohl gehen, dass sie zum \u00dcberleben sogar ihre eigenen Kinder\nzur\u00fccklassen?! Diese Dinge sind f\u00fcr uns wohl sehr schwer zu begreifen und kaum\nnachvollziehbar, aber f\u00fcr diese Menschen ist es leider die Realit\u00e4t. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe auf meiner Reise somit wieder viele Gegens\u00e4tze\nerlebt: Viele Momente des Gl\u00fccks, der Freude und Herzlichkeit und auf der\nanderen Seite Momente der Hilflosigkeit und Traurigkeit. Eben das ist Kolumbien:\nein Land voller Gegens\u00e4tze und Unterschiede. F\u00fcr mich als Au\u00dfenstehende\n\u00fcberwiegen zwar die positiven Seiten, die Kolumbien zu dem Land machen, das ich\nliebe und mittlerweile als einen gro\u00dfen Bestandteil meines Lebens bezeichnen\nkann. Doch leider wei\u00df ich, dass dies f\u00fcr einige Menschen in diesem Land noch\nnicht so ist und sie noch immer auf der Suche nach einer L\u00f6sung sind, um der\nArmut, Gewalt und den Krisen des Landes zu entfliehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Lena <br>Weltw\u00e4rts-Freiwillige 2017\/18 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich am 9. September dieses Jahres am Flughafen von Cali ankam, konnte ich mein Gl\u00fcck kaum fassen. Ich war endlich wieder da, das erste Mal nach meinem einj\u00e4hrigen Freiwilligendienst. Auf der einen Seite kam mir die Zeit in Deutschland, in der ich Kolumbien so sehr vermisst habe, ziemlich lang vor. 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